Wohnungsneubau entspricht nicht der Zielmarke

400.000 neue Wohnungen: Dieses benötigte Neubau-Volumen hatten Experten für das Jahr 2016 errechnet. Tatsächlich wurden rund 100.000 Wohnungen weniger gebaut. Genügend bezahlbarer Wohnraum und eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sind daher noch immer nicht in Sicht. Hier will die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ nun Abhilfe schaffen.

Das Problem bleibt bestehen: Der Neubau von Wohnungen im höheren Preissegment ist konstant hoch, während der soziale Wohnungsmarkt der Nachfrage bei weitem nicht entspricht. Zwar verzeichnen die Baugenehmigungen im Mehrgeschossbau einen Anstieg, jedoch folgen darauf nicht entsprechend viele Fertigstellungen. Auch fehlten 2016 die Impulse für den Eigenheim-Bau – hier lagen die Genehmigungszahlen um zehn Prozent hinter den Vorjahreswerten. Dabei genießt Wohneigentum als sicherste Form der Altersvorsorge nach wie vor eine hohe Beliebtheit. Doch können sich viele Haushalte mit mittlerem Einkommen diese Investition nicht leisten.

Dr. Ronald Rast von der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ sieht hier ein klares Versagen von Bund und Ländern. Die Politik habe sich zu sehr auf Koalitionsstreitigkeiten konzentriert und so die Chance verpasst, die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Nun müsse im Wahljahr 2017 alles daran gesetzt werden, die Voraussetzungen für bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – sowohl bei Mietwohnungen als auch bei Wohneigentum. Die „Wohnungsbau-Agenda“, mit der Rast an den Bundestag und die Regierung herantreten möchte, wird von über 30 Organisationen aus der Architektur-, Planungs-, Bau- und Immobilienbranche sowie dem Deutschen Mieterbund unterstützt.

08.03.2017
Bildquelle: Unipor, München.
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