12-Punkte-Katalog der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“

Massivbauhäuser können günstiger versichert werden als nicht massive Wohngebäude. Dies ergab eine neue Studie des Pestel-Institutes (Hannover). Viele Versicherungsunternehmen stufen demnach das Schadensrisiko von Holzbauten wesentlich höher ein als bei Massivbauten. Entsprechend teurer sind auch die Versicherungsprämien: Sie liegen 40 bis 50 Prozent über denen für massive Konstruktionen. Für Leichtbau-Konstruktionen werden oftmals jedoch keine Gebäudeversicherungen angeboten.

Zwar gibt es keine Versicherungspflicht mehr, doch schließen die meisten Immobilienbesitzer freiwillig eine Gebäudeversicherung ab. Denn sie trägt die Kosten für die Reparatur von Schäden durch Sturm, Blitz und Hagel, Feuer oder Leitungswasser. Eine aktuelle Studie des Eduard Pestel-Institutes (Hannover) zeigt nun auf, dass massive Wohngebäude wesentlich günstiger versichert werden können als Holzbauten.

Dazu stellten die Experten preisgleiche, neue Ein- und Mehrfamilienhäuser aus den vier Städten Asperg, Cottbus, Lübeck und Münster gegenüber. Die Gebäude wurden mittels eines Online-Kalkulators miteinander verglichen. Die Einstufung in zahlreiche Bauartklassen erfolgte zumeist über eine Differenzierung nach Aufbau der Außenwand und Überdachung, aber mindestens über den Unterschied zwischen „massiv“ und „nicht massiv“. Allen Gebäuden wurde der gleiche Versicherungswert mit niveaugleicher Risikoabdeckung zugrunde gelegt.

Das Fazit fiel schließlich eindeutig aus: Nachdem viele Versicherungsgesellschaften erst gar keine Versicherung für nicht massive Gebäude anbieten, liegen die abgeschlossenen Prämien dann weit über dem Niveau von Massivbauten – um circa 40 bis 50 Prozent. Nur bei zwei Versicherungen gab es identische Angebote für beide Kategorien. Diese lagen jedoch insgesamt betrachtet nicht nur über dem Durchschnitt, sondern auch weit über dem günstigsten Angebot.

20.06.2017
Bildquelle: Unipor, München.
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