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Gebäudeenergiegesetz ist beschlossene Sache

Am 1. November ist es soweit: Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) tritt in Kraft. Dieses vereinheitlicht künftig Energieeinsparverordnung (EnEV), Energieeinspargesetz (EnEG) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Das GEG führt so die bisherigen Vorgaben für Energieeffizienz, baulichen Wärmeschutz und Nutzung Erneuerbarer Energien zusammen. Auf diese Weise soll die Neuregelung dazu beitragen, die Klimaschutzziele im Gebäudesektor zu erreichen. Gleichzeitig gelten dann für Bauherren einheitliche Anforderungen an die Errichtung von Neubauten.

Lange wurde um den Entwurf gerungen und bis zuletzt Änderungen eingebracht, damit das Gebäudeenergiegesetz (GEG) noch dieses Jahr in Kraft treten kann. Neben der Vereinheitlichung bisher bestehender Vorgaben für Energieeffizienz und -einsparrecht, wird mit dem GEG gleichzeitig die EU-Gebäuderichtlinie umgesetzt. Diese sieht für Neubauten ab 2021 das Niedrigstenergiegebäude als Standard fest. Die energetischen Anforderungen an Neu- und Bestandsbauten sind mit dem GEG allerdings vorerst nicht verschärft worden. Diese sollen erst 2023 geprüft werden.

Neuerungen gibt es hingegen mit Blick auf die Energieeffizienz von Quartieren. Die sogenannte Innovationsklausel im GEG sieht nun vor, diese in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der energetischen Anforderungen zu betrachten. Demnach muss nicht mehr jedes einzelne Gebäude den Vorgaben entsprechen, wenn besonders energieeffiziente Bauten Energieschlucker ausgleichen können. Außerdem setzt das GEG Impulse für die verstärkte Nutzung von Erneuerbaren Energien. Es verpflichtet beispielswiese Bauherren künftig dazu, mindestens eine regenerative Energiequelle zu verwenden.